Emotionale Ehrlichkeit

 

Ich fühlte mich eine lange Zeit in meinem Leben nicht vollständig. Für eine Sache fehlte mir lange Zeit der Darf-Schein. Natürlich musste ich mir diesen selbst ausstellen. Ich bin davon ausgegangen, dass ich mich für eine der beiden Varianten entscheiden muss. Es geht um die Kontroversen: entweder klar und fokussiert zu denken oder Emotionalität zu leben.

Wiedersprechen diese 2 Dinge wirklich? Sind Herz und Verstand unvereinbar?

Es gibt diejenigen, die meinen, dass nur Deine Denke der Schlüssel zum Erfolg ist. Sie sind so gigantisch sachlich und rational auf der geistigen Ebene. Diese Menschen haben auf alles eine Antwort und können alles erklären. Hauptsächlich auf meinem beruflichen Lebensweg, begegneten mir immer öfter Menschen, die sehr, sehr , sehr bewusst nüchtern waren. Zumindest gaben sie das vor. Sie schienen keine Gefühle zuzulassen bzw. sie zu unterdrücken. Auf meine Frage nach dem Warum, bekam ich häufig die Antwort: „… das kann ich mir nicht leisten.“ Eine weitere Frage nach dem Warum blieb meistens unbeantwortet.

Andere, in diesen Fällen bin ich eine davon (gewesen), stellen die emotionale Ebene über die des Denkens. Sie tragen ihre Gefühle einfach nach außen und meistens auf der Zunge ohne, im Moment des Aufploppens, mit einen einzigen Gedanken an die Folgen zu denken.

So fühlte ich mich oft hin und her gerissen, weil mir nur das eine oder nur das andere nicht ausreichten. Ich wollte immer mehr beides haben. Die Antwort auf meine Frage, ob beides möglich ist, lies lange auf sich warten. Heute weiß ich, dass eine Symbiose aus beidem gibt. Diese Zweiheit macht still und frei. Ich nenne sie HerzVerstand.

Emotionen sind Teil des Menschseins. Das bedeutet, dass sie jedem von uns innewohnen und zu jedem unserer Lebensbereiche gehören. Sie sind Ausdrucks- und Kommunikationsmittel. Die Entstehung von Emotionen lässt sich in vielen Bereichen erklären, u.a. biochemisch durch die Hormone und psychologisch durch das Wechselspiel von Denken und Handeln. Ich habe dieses Wort einmal zerlegt in „e“ und „motion“. Das „e“ steht für Energie und „Motion“ für Bewegung, also Energie in Motion, Energie in Bewegung. Diese Energie kann ganz unterschiedlich wirken und wir erfahren sie als ein Hoch durch Freude, Lust, Leidenschaft und Liebe. Diese Tatsache nehmen wir meist als gegeben hin. Die Energie in Bewegung wirkt aber auch in umgekehrte Richtung und drückt sich dann als Traurigkeit, Angst oder Ohnmacht aus. Diese vermeintlich negativen Gefühle nehmen wir sehr bewusst war, weil es Aua macht. Spätestens dann Meldet sich der Beschützerinstinkt unseres Stammhirns. Du musst wissen, der existiert noch aus Urzeiten in uns. Früher war er total wichtig für das Überleben. Das Mammut, das nicht rechtzeitig gesehen oder schnell, komplett erlegt wurde… wenn es in Rage war, war dieses existentiell für die gesamte Sippe und deren Unterkunft. Deshalb nimmst Du negative Gefühle bewusster wahr als positive.

Es gibt 2 Möglichkeiten mit Emotionen umzugehen.

Die eine Variante: Wir unterdrücken Emotionen, indem wir sie ignorieren. Das führt zu allen möglichen Problemen, weil es einer „inneren Vergiftung“ gleich kommt. Die Folgen sind hauptsächlich psychische und körperliche Leiden und Krankeiten wie Depressionen, häufige Übelkeit, Gallensteine (diese haben sich bei mir gezeigt) bis hin zu Krebs.

Die zweite Möglichkeit: die emotionale Falle! Du lebst deine Gefühle aus in Form von reaktiven und unbewussten Verhaltensweisen. Oft zieht diese absolute Vorgehensweise Chaos nach sich. So kommt man selten an seine Ziele.

Genau jetzt kommt Deine Denke ins Spiel. Emotional ehrlich zu sein bedeutet Emotionen zu erkennen und zuzugeben So rückt ein emotionales Bewusstsein an erste Stelle. Die Emotion muss gehört und von Bewusstsein ausgedrückt werden. Emotionale Ehrlichkeit bedeutet die Emotion bewusst zu fühlen. Nimm Wut, Angst, Ärger usw. als einen Teil von Dir an und bleib stehen! Identifiziere Dich mit ihnen, denn sie sind eine Teil von Dir! Halte sie aus! Stehe zu ihnen!So wie Du wollen würdest, dass ein besonders schöner, intensiver Augenblick nie zu Ende geht.

Unser Ego will bewerten und Emotionen so kategorisieren. Werde zum Beobachter und trenne deine Gefühle von deinen Gedanken! Jetzt nehme wahr was passiert und dann entscheidest du wie du mir den Gefühlen, die einfach nur sind, umgehen möchtest.

Ja, grundsätzlich sind Emotionen neutral. Sie sind einfach, weder richtig oder falsch, noch gut oder schlecht. Du bist größer als deine Gefühle!

Leiste Dir emotionale Ehrlichkeit! Du darfst das!

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Was Menschen antreibt oder warum die Motivation anderer nicht gelingen kann

Eine Grundvoraussetzung bei dieser Thematik ist für mich die Annahme, dass ich nicht über Motivation schreibe, die durch Bedrohung, Bestechung, Be- und Verurteilung oder „faule Kompromisse“, wie „wenn dies und das……, dann jenes und welches…..“, herbeigeführt wird. Es geht mir um Motivation, die jemanden dort abholt wo er in seinem Leben gerade steht, die persönliche (Weiter-) Entwicklung zulässt, die fordert, fördert und zum Wachstum beiträgt. Das kann die berufliche Tätigkeit oder irgendeinen anderen, auch privaten, Punkt des Lebens betreffen.

Ich meine, es ist nicht möglich andere Menschen zu motivieren.

Um diese Aussage zu stützen, habe ich das Pferd zunächst einmal von hinten aufgezäumt und hinterfragt: Was demotiviert Menschen?

1. unklare oder wechselnde Ziele

Gemeint sind hier schwammige Vorgaben und / oder Aussagen zur Zielerreichung ohne Einbeziehung der Fragen: Was?, Wie? und Wann?

· Was ist das Ziel?, Was ist die Lösung?

· Wie komme ich / wir dort hin? und…..

· Wann sollte das Ziel erreicht sein?

Mit wechselnden Zielen meine ich, einmal so, einmal so, wie man, ehm´ natürlich auch Frau, gerade kann und will, weil es u. a. „Lieblingskunden“ oder Kunden in Priorität A, B oder C unterteilt, gibt. Na klar gibt es immer ´mal die Ausnahme von der Regel. Wenn aber die Regel oder bestimmte Einigungen zur Ausnahme werden….. Wozu und Warum denn dann…….? Hat jemand zwei oder mehrere Kinder, dann hat man doch alle gleich lieb, oder?

Mit unklaren Zielen meine ich diejenigen, die durch bestimmte Verhaltensweisen und schwammige Aussagen Halbherzigkeit erahnen lassen oder, dass sie nur delegiert worden sind, weil man selbst diese als unangenehm und lästig empfindet. Auch die, deren Erledigung zu keinem Zeitpunkt wichtig war, weil sie nie wieder thematisiert werden. Ein Beispiel aus dem beruflichen Bereich: „Frau….., ich habe ihnen da etwas hingelegt, bitte bearbeiten……“ Im Privaten ist das gleichzusetzen mit: „Schatz, machst du bitte Abendbrot!“ Ehm….., wann soll ich Abendbrot machen, wann wollen wir essen, können wir, vielleicht aus zeitlichen Gründen, überhaupt gemeinsam essen und vor allem….. was möchtest du essen?“

2. fehlende Ressourcen

…wie Material, Personal oder finanzielle Mittel

3. dauerndes Einmischen und Hinterfragen

Das erweckt den Anschein des Miss- bzw. nicht Zutrauens. Ich halte wenig vom Ausleben eines übersteigerten Kontrollbedürfnisses. Es stellt sich doch die Frage: Warum habe ich dieses jeweilge Gegenüber? Was will ich selbst damit verbergen? Wie definieren sich dann Tags wie Offenheit und Ehrlichkeit? Die entsprechenden Fragen lauten dann meistens: Wie weit sind sie?, Wie lautet das Ergebnis? und Warum machen sie das so und so?

Um meine Ansicht zu belegen, stelle ich jetzt einfach die entgegengesetzte Frage: Was motiviert Menschen denn dann?Erinnern sie sich doch einmal daran, als sie zuletzt etwas Durchgehalten und abschließend zum Ziel gebracht haben….. Warum?

Auf jeden Fall waren es:

1. ein   e i g e n e s   Ziel, nicht das alleinige von jemand anderem

2. e i g e n e r   Antrieb anzufangen, weiterzumachen, es zu beenden

… und es gab Auslöser wie:

3. Verlangen und

4. ein übergesprungener Funke

Punkt 3 und 4 sollten aus einem Anspruch an sich selbst (z.B. wegen der eigenen Werteherachie) entstanden sein, nicht aus einem Bedürfnis heraus. Die Begründung hierfür: ist das Bedürfnis befriedigt, geht die Motivation flöten.

5. Bezogenheit – für andere und / oder mit anderen

6. Autorität

7. Verantwortung

Es ist möglich in eine Aufgabe hineinzuwachsen bzw. sich mit ihr weiterzuentwickeln und sich benötigte Fähig- und Fertigkeiten anzueignen.

Zum Schluss kommt noch der Auslöser Nr.

8. Autonomie, die Entscheidungsfreiheit

· über das Wie

· über das Wer (mit Wem?)

· eventuell über das Wann?

Es müssen nicht alle 8 Impulse gleichzeitig greifen. Aber je mehr bzw. je mehr mit der Zeit hinzukommen, umso größer der e i g e n e Antrieb und das Durchhaltevermögen und der Grund hierfür….. e i g e n e r Wille.

Genau wegen diesen 8 Punkten habe ich meinen letzten Angestellten-Job gekündigt und genau deshalb gibt es jetzt „Christines Blog“ ;-))

Dir herzliche Grüße und einen sonnigen Tag!

Die Intelligenz von Vertrauen

VERTRAUEN

-Ur-vertrauen – an-vertrauen – Selbst-vertrauen – sich selbst vertrauen – vertrauen-s-voll – voller Vertrauen durch das Leben gehen -Vertrauen schenken – Geschenk – liebe-voll – voller Liebe und Dankbarkeit – voll – Fülle – Fülle durch Vertrauen – Positives erwarten dürfen – Glaube – Hoffnung – Vertrauen durch LiebeSein

Dieses kleine Wortspiel im Vorab zeigt deutlich, welche existentiell, bedeutung-s-volle Rolle Vertrauen im Leben einnimmt. Es ist einfach da und wirkt in dir, um dich herum, überall. Ein Ur-Vertrauen, das jedem innewohnt, das Vertrauen ins Leben.

Dazu hier eine kurze Geschichte, die mein Leben geschrieben hat: Es ist Winter und sehr früh am Morgen. Ein vierjähriges Mädchen steht mit ihren Eltern am Bahnsteig und wartet, trotz klirrender Kälte, geduldig auf einen Zug. Auf den Zug, der das kleinen Mädchen zur Kur bringen wird. Sie hat eine zu große, weiße Mütze über die Stirn, tief ins Gesicht gezogen. Ihre Mutti steht neben ihr und weint. Es ist nicht das erste Mal, dass sie ihr Kind für 6 lange Wochen zur Kur schicken wird . Das kleine Mädchen hebt den Kopf, sieht ihre Mutti in die Augen und meint: „Mutti, du brauchst doch nicht weinen, ich komme doch wieder.“ Es gibt Mitmenschen, die diese Art von Vertrauen als kindliche Naivität abtun. Ich nicht. Du wirst es verstehen, wenn du den Text bis ganz nach unten gelesen hast.

Laut Wikipedia ist Vertrauen „…die subjektive Überzeugung (auch als Gefühl von oder Glaube an die) Richtigkeit, Wahrheit bzw. Redlichkeit von Personen von Handlungen, Einsichten und Aussagen anderer bzw. von sich selbst (Selbstvertrauen). Zum Vertrauen gehört auch die Möglichkeit von Handlungen oder der Fähigkeit zu Handlungen…“

Beim Thema Vertrauen geht es also auch um Subjektivität und Handlungs-Alternativen. Das heißt zum einen, dass das was ich über eine Person, eine Situation und das Leben an sich denke, nicht die einzig richtige Denke darüber ist. Oftmals schaffen Deine Gedanken einen Zwiespalt zu dem Vertrauen, das ich meine. Dieser kritische Intellekt führt zur Ver-zweifel-ung.

Was mein Vertrauen nicht meint ist Hoffnung, Glauben, Therapien, Methoden und Konzepte. Alle diese Dinge kannst du erklären, dementsprechend denkst du sie. Alles was du denken kannst ist widerlegbar und kann wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Was ich hier auch nicht meine ist das Vertrauen gleich nach der Geburt und Selbst-Vertrauen. Darüber schreibe ich in dem Artikel „vertrauen-s-voller Lebensweg“.

Was unterscheidet Vertrauen von Hoffnung und Glaube?

Hoffnung beinhaltet ein Ziel, ein Gegenstand und / oder ist an eine Bedingung geknüpft. Es gibt ein „es“. Jeder kennt Sätze wie „Ich hoffe, dass dieses oder jenes in Erfüllung geht.“ Oder: „Wenn dieses oder jenes passiert, dann darf man wieder hoffen.“ Gleiches gilt für den Glauben. „Ich glaube an sie oder ihn, an den Verein“, „Daran glaub ich erst, wenn dieses oder jenes eintritt.“

Diese Verknüpfungen schaffen Angst. Angst in Form von Zweifel und Sorge ist der Grund für Fragen, für das Hinterfragen und das führt von einem vertrauensvollen Lebensweg weg. Lasse Sorgen und Zweifel anklopfen und sei dir bewusst, dass sie destruktiv sind und deiner Kreativität entgegenstehen. Aber öffne dich für die Möglichkeit, dass es gut ist und wird!

Das Vertrauen, das ich meine bedeutet Neugier. Das Wissen, es gibt auf jeden Fall noch Anderes, Besseres? Das Vertrauen, das ich meine gibt Dir ein Gefühl des gehalten werden. Du darfst loslassen. Manchmal wirst Du durch eine große Macht einfach dazu gezwungen, z.B. bei einer schweren Krankheit oder einem Unfall. Dein Geist und Deine Seele will nicht mehr. Jemand hat dir seine Hand gereicht und du darfst dich fallen lassen in der Gewissheit du bist zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Eine Voraussetzung von Vertrauen ist Liebe und Wille ergänzt diesen Weg der Fülle. Ich muss mich für diesen Weg entscheiden. Diese Entscheidung hängt von meinen Werten ab und welche Priorität diese in meinem Leben haben.

Vertrauen ist ein Geschenk, das ich geben kann. Schenkt uns jemand sein Vertrauen, so ist es ebenfalls ein Geschenk, dann aber an uns. Meiner Meinung nach, eines der größten Geschenke dass man von seinem Gegenüber erhalten kann. Dieser Weg des Vertrauens bedeutet in Demut und Dankbarkeit wachsen zu dürfen.

Kann man vertrauen (zurück-) gewinnen / trainieren?I

Ich bin der Meinung, dass durch das Vorhandensein einer Handlungsalternative Vertrauen trainiert werden kann. Das schafft Sicherheit, wenn auch eine trügerische. Meiner Meinung nach gibt es keine Sicherheiten, außer die zu sich selbst – Selbst-Vertrauen. Aber es ist ein Weg durch das Einbringen von Sicherheiten, schrittweise Vertrauen (zurück-) zu-gewinnen. Ganz wichtig ist auch darüber zu sprechen, was man braucht. Du darfst und kannst Dir auf deinem vertrauen-s-vollen Lebensweg Hilfe holen. Auf jeden Fall spielt das Handeln, also TUN auch bei diesem Thema wieder entscheidend mit. Durch Vertrauen wird Erfahrung in dein Leben gezogen, Schönes zeigt sich. Durch Vertrauen erhalten wir alles bedeutungs- und wertvolle, Fülle in allen ihren Facetten Vertrauen ist erfahrbar – eine Erfahrung.

Du darfst dich dem Leben an-vertrauen, denn es ist dein Partner und Freund. Vertraue einfach. Wachse! Lebe! Liebe!

Einen vertrauensvollen Tag wünsche ich Euch! Christine

Bring´ den Müll raus!

nein, nein, das ist keine Aufforderung an dich, um dich an deine häuslichen Pflichten zu erinnern. Das liegt nicht in meinem Verantwortungsbereich und mir fern.

Was mir am Herzen liegt ist der Müll in deinem Oberstübchen, der Gedanken-Müll, den du tagtäglich als Ballast mit dir herumschleppst und der dich vom Wesentlichen abhält.

und was ist das Wesentliche? Ganz einfach… das Wesentliche ist das Hier und Jetzt, das Leben im Augenblick. Jeder Augenblick ist so natürlich, einzigartig und voller Schönheit. Man verpasst so viel, wenn man ihn nicht er-lebt,… und das aller Wichtigste, dieser eine Augenblick kommt so nie wieder zurück.

Jetzt wirst du vielleicht denken: „Wo bin ich den gerade, ich bin doch im Hier und Jetzt? Wie soll ich denn im selben Augenblick einmal hier und gleichzeitig woanders sein? Das geht doch gar nicht !!!“

Oh doch… das geht sogar sehr gut. Überprüfe das einmal durch bewusste Selbstreflektion! Hast Du nicht gerade daran gedacht, ob du die Wohnungstür heute Morgen abgeschlossen hast, an die Meinungsverschiedenheit mit deinem Lebenspartner gestern Abend oder an den Termin, der in zwei Stunden ansteht?

Vielleicht denkst du aber auch: „Es ist doch gar nichts los in diesem Moment, also warum soll ich dann im Hier und Jetzt sein.“ Wieder ein Irrtum. Es ist niemals nichts los. In jedem Augenblick bewegt sich etwas. Es kann sein, dass du nur noch nicht richtig hingesehen und hingehört hast, dich in das Hier und Jetzt bewusst eingefühlt hast? Hier leckt sich ein Hund die Lefzen, dort küsst sich ein verliebtes Paar, nur ein paar Schritte weiter schlagen Wellen an den Rand des Sees, dort krabbelt ein Marienkäfer an einem Zweig zu einem Blatt hinauf und da… da fällt ein letzter Tropfen Morgentau von einem Zweig zur Erde!

Jetzt musst du nur noch die Entscheidung treffen, wie intensiv willst Du leben?

oder… Was lässt Du tagtäglich in deinen Kopf?!

In meinen ersten Blogartikel (***** juchhu….., jeh….., „It´s me and I´m ready to go“ – ein Song von Chris the Burg- *****) schreibe ich von der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit Dir selbst gegenüber. Es passiert immer etwas, in jedem Augenblick Deines Lebens, um Dich herum, durch Dich oder durch andere. Wie gut gelingt es Dir, Dich selbst zu beobachten und Du Dir selbst gegenüber offen und fokussiert zu sein? Achtest Du eher darauf es anderen Recht zu machen, bloss nicht anzuecken, dich in der wenig beweglichen Masse der Allgemeinheit ein wenig hin und her zu bewegen und Dich von den durch sie auferlegten, sogenannten Normen, bestimmen zu lassen? Ich weiß, der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und kein Einsiedler, aber nimmst Du Kleinigkeiten wahr, z.B. eine geänderte Hose, ein Lächeln, ein Augenzwinkern oder eine andere einladende Geste Deines Gegenübers? Wann hast Du das letzte Mal bewusst den Facettenreichtum in der Natur wahrgenommen, hast den Duft einer Blume inhaliert, Details eines Blattes inspiziert, das Spiel der Sonnenstrahlen auf einer (vereisten) Wasseroberfläche und die Vielfalt der Farben und Schattierungen, die dadurch auf der Oberfläche entstehen beobachtet, vom Ufer aus mit einem Stock im Eis herumgestochert, um die Dicke zu erkunden und die Kristalle zu bewundern, Vogelstimmen erkannt, einen Marienkäfer auf Deiner Hand spazieren gehen lassen oder einem Musikstück ganz ruhig gelauscht, ohne irgendetwas nebenbei zu erledigen? In diesem Zusammenhang denke ich oft an ein Kinderlied, das heißt: „Hörst Du die Regenwürmer husten, wenn sie durch unser Erdreich zieh´n…..“

Ich habe beschlossen wieder neugierig wie ein Kind zu agieren, wieder nach dem „Warum“ zu fragen und ich bin gerne hinhörende Zuhörerin. Ach ja, wo wir gerade dabei sind…..

Heute sind 30 und mehr Fernsehprogramme keine Seltenheit. Zappst Du gerne zwischen den einzelnen Programmen hin und her, weil…… Du willst ja schließlich keine Werbung sehen? Ist Dir schon ´mal aufgefallen, dass die Werbung auf allen Sendern zu einem annähernd gleichen Zeitraum läuft? ….. und die Gesprächspartnerin aus Talkshow „X“ habe ich auch schon in Talkshow „Y“ und „Z“ gesehen. Nachrichten sind jetzt auch schon zu einem Entertainment geworden, neutrale Berichterstattung – Fehlanzeige. Die berichten über Dinge – hey, die will ich gar nicht wissen!… und wer will da eigentlich wen unterhalten oder sollte es besser „Unten-haltung“ heißen? Für mich ist das meiste der Programmgestaltung „geplante und gewollte Unterordnung“. Naja, einen einzigen Film ganz bewusst anzusehen und die Werbepause, entfällt teilweise bei Video, DVD oder Blue Ray – hier kannst Du diese ja vorspulen -, für kurze Gespräche oder andere menschliche Dinge 😉 zu nutzen, wäre das eine Alterive für Dich? Ich selbst habe Fernsehen auf ein Minimum reduziert. Ich denke und entscheide selbst.

Was kommt noch tagtäglich in Deine Kopfwelt? Die Trennungsgeschichte einer Bekannten von der Arbeit, die Du bereits zum x-ten Male gehört hast. Du nimmst Dir jedes Mal Zeit, gehst darauf ein, redest mit ihr, kümmerst Dich und bietest aktive Hilfe bei der Lösung an. Passiert ist allerdings, bis Heute….. nichts! Der Verkehrsunfall in der Nähe Deines Wohnortes, bei dem eine Nachbarin die Fahrerin des Kfz. war und dabei verstorben ist. Jetzt bekommst Du mit wie die Leute zu Klugschnaggern und Besserwissern werden. Sie bewerten und verurteilen sogar ihre Familie, um Schuldige zu haben und die Mit-Verantwortung nicht übernehmen zu müssen. Der Unfall stand sogar in der Zeitung. An Deinem Arbeitsplatz bleibst Du in der Frühstücksrunde sitzen, obwohl Du die „Geschichten von Früher“ als sowieso alles besser war, schon wie ein Gedicht auswendig aufsagen könntest und hörst Dir Lästereien und Vermutungen über nicht anwesende Dritte an. Für mich eine der schlechtesten Formen von Freundlichkeit, Wohlwollen und Aufmerksamkeit. Meine Empfehlung: Geh´ den ersten Schritt und aus der Umgebung von diesen Energie- und Zeiträubern. Mach`Dir einfach eine Tasse Tee, mit frischen Kräutern bei Kerzenlicht, nimm´ein Vollbad oder ein Buch zur Hand, finde ein Hobby für Dich, welches Dir Spaß bereitet, malen, basteln, ein Instrument spielen, sportliche Betätigungen, z.B. in einem Fußball oder Tennisverein, schreiben, so wie ich 😉 ;-). Mach Dich auf diesen, Deinen Weg und das achtsam mit Freude, für Dich!